In dieser Unterrichtsstunde wurde über die große chinesische Internetmauer (Firewall) bzw. über das Projekt Goldenes Schild gesprochen. Unter beider dieser Decknamen verbirgt sich laut Amnesty International eine der größten Zensuren und Zugleich eine der unscheinbarsten Menschenrechtsverletzungen unseres digitalen Zeitalters. Selbst große Tech-Giganten wie Google, Microsoft und Yahoo beugen sich dem Druck der chinesischen Regierung und der KPCh (Kommunistische Partei China), um neue Absatzmärkte innerhalb Asiens zu finden und verraten dabei oftmals selbst ihre eigene Firmenpolitik. Der Vorsatz etwas „Gutes“ nach China zu bringen und dort westliche Standards zu etablieren wird oft sehr schnell zunichte gemacht und zieht westliche Firmen ebenfalls an die Grenzen der Legalität, um mit China weiterhin wirtschaften zu können. Nachdem die Grundlagen und die Techniken (IP-Blockierung bzw. Filtern von Schlüsselwörtern) rund um die chinesische Firewall besprochen wurden, galt es herauszufinden welche Applikationen nun alle von dieser chinesischen Zensur betroffen sind und inwiefern diese Umstände das eigene Online-Verhalten beeinträchtigen würden. Anschließend wurden noch die beiden chinesischen Apps TikTok und WeChat vorgestellt und westlichen Alternativen, wie z.B. WhatsApp gegenübergestellt, um abschließend festzustellen, wie weit ein Chatdienst in die Gesellschaft eingreifen kann, wenn man es zulässt. Das stellte schlussendlich auch die perfekte Überleitung zum berüchtigten Social-Credit-System dar, wobei der Fokus hier vor allem auf der Punktevergabe, sowie auf der technischen Feststellbarkeit und Überprüfbarkeit lag.